In vielen Familien der Niederlausitz ist das Wissen noch gegenwärtig, dass sich ihre Groß- oder Urgroßmütter als Ammen, Kindermädchen oder Dienstmädchen verdingten. Aber nur in Ausnahmefällen ist überliefert, warum oder unter welchen Umständen die Frauen in die Großstädte gingen, unter welchen Lebensverhältnissen sie dort arbeiteten und wie es ihnen bei einer möglichen Rückkehr in die Heimat erging. „Spreewälder Ammen“ in ihren stattlichen Trachten prägten bis zum Ersten Weltkrieg das Stadtbild Berlins. Sie waren in bürgerlichen Kreisen zu einem Statussymbol avanciert und entwickelten sich zu einem wahren Lausitzer „Exportschlager“.
Der Vortrag gibt Einblicke in das Leben der wendischen Bediensteten in Berlin und versucht vor allem auch Einzelschicksale konkret zu beleuchten.
Ort Straupitz/Tšupc, Kornspeicher, Kirchstr. 12
Termin Mittwoch / srjodu, 23.09.26
Dauer 2 U.-Std., 18:00 – 19:30 Uhr
Dozentin Martina Noack
Entgelt 4,50 €