Seit 1992 ist unsere Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur eine Einrichtung in Trägerschaft der Stadtverwaltung Cottbus. Sie hat die Aufgabe, das Kulturgut der Sorben/Wenden zu pflegen und zu fördern und die Sprache der Sorben/Wenden im Siedlungsgebiet der Niederlausitz zu beleben.
Die „Sprachschule“ ist bemüht Verständnis für andere Sprachen und Kulturen zu gewinnen. Sie ist eine Begegnungsstätte für Sorben/Wenden und alle anderen Bewohner dieser Region.
Wir bieten Kurse, Vortragsreihen, Projekte und Weiterbildungen für:
die sorbische/wendische Sprache
polnische Sprache mit Einbeziehung der Kenntnisse anderer slawischer Sprachen und Landeskunde
sorbische/wendische Geschichte Kunst, Brauchtum, Tracht, Musik und Literatur
Euroregion und EU-Osterweiterung
Zielgruppen:
SchülerInnen und StudentInnen
Erwachsene
Senioren
Fachkreise, Ämter und Institutionen
Aktuelle Meldungen
12.11.2026 Rudolf Lehmann und seine Forschungen über die Sorben/Wenden. Zwischen politischer Vereinnahmung und Distanz
Slěźenja Rudolfa Lehmanna wó Serbach mjazy politiskim wužytkowanim a distancu
Der zweifellos verdient als Landeshistoriker der Niederlausitz gewürdigte Rudolf Lehmann, wird noch Jahrzehnte nach seinem Tod nicht nur von Deutschen, sondern auch von sorbischen/wendischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern verehrt. Was zeichnete das Innovative an seinen Forschungen über die Niederlausitzer aus? Welches Verhältnis hatte Lehmann zum Sorbischen/Wendischen? Gab es Kontakte zu Historikern dieser Minderheit und wenn ja, welche?
Diesmal treffen sich die Künstlerinnen und Maler in der Stadt Cottbus/Chóśebuz und betrachten die 1156 erstmals erwähnte Stadt Chotibuz mit sorbischen Augen. Tatsächlich siedelte nämlich schon seit dem 7. Jahrhundert der slawische Stamm der Lusici an dieser Stelle und errichtete einen Burgwall am Westufer der Spree auf dem späteren Schlossberg. In Richtung Oberkirche gab es eine Vorburgsiedlung, wo damals Lehmhütten standen und sich die Acker- und Weideflächen befanden. Noch heute kann man viele sorbische Plätze und Skulpturen im Stadtzentrum finden, die an die sorbische/wendische Kultur und Sprache der hier lebenden sorbischen/wendischen Einwohner erinnern. Aber auch die Spree und der kühle Herbst werden sicher zum Malen einladen.
Wem es draußen zu frisch ist, der erhält die Möglichkeit inder Sprachschule zu malen. Hier kann man ein in sorbischer/wendischer Tracht eingekleidetes Model abbilden.
Die Techniken sind freigestellt. Bringen Sie ihre Malutensilien selbst mit.
Die Stiftung für das sorbische Volk erhält jährlich auf der Grundlage der beschlossenen Haushalte des Deutschen Bundestages, des Landtages Brandenburg und des Sächsischen Landtages Zuwendungen aus Steuermitteln.