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Tipps zur Wachs-Batik-Technik

Sicher malen auch Sie jetzt sorbische/wendische Ostereier.

Dazu darf ich Ihnen noch ein paar kleine Tipps geben, wenn Sie diese in der Wachs-Batik-Technik verzieren möchten:

  1. Nehmen Sie am besten Eier von einem (wendischen) Bauernhof, d. h. Eier von Hühnern, die in Freilandhaltung leben, da die Schale dieser Eier sich besonders gut färben und bearbeiten lässt.

  2. Haben Sie dennoch ein Ei mit Stempel erwischt, lassen Sie den Stempel einfach auf der Schale und rubbeln ihn nicht ab, da ansonsten an dieser Stelle die Schale angegriffen wird und ein Fleck entsteht. Beim Färbevorgang wird der Stempel einfach mit überfärbt und man sieht ihn am Ende kaum noch.

  3. Nehmen Sie zum Färben normale Kaltwasser-Ostereierfarbe aus dem Handel, geben Sie aber für ein intensives Färbeergebnis mehrere Tabletten oder Färbeblättchen dem Farbbad bei. Dem Färbesud sollte wenig Essig zugefügt werden, auch wenn möglicherweise auf der Packung etwas anderes steht. Ein Spritzer Essig löst noch einmal Fett von der Schale und gibt eine gute Färbung. Zu viel Essig greift die Schale an und zerfrisst sie sogar, so dass die Farbe gar abgehen könnte.

  4. Lassen Sie die Eier, wenn sie im Kühlschrank gelagert wurden, erst auf Raumtemperatur erwärmen, da sie sonst in ihren Händen beim Bemalen “schwitzen” und das Kondenzwasser den Wachs nicht halten lässt.

  5. Das zum Bemalen genutzte Wachs sollte aus zwei Teilen Bienenwachs und normalem Kerzenwachs bestehen, damit es eine gute Konsistenz zum Auftragen hat. Auch sollte man darauf achten, dass das Wachs im Löffel nicht zu heiß ist oder gar rußt. Bei zu heißem Wachs würde das Muster auf dem Ei auseinander laufen. Ist das Wachs zu kalt, dann klumpt es am Federkiel und das Muster wird unsauber.

  6. Damit das verwendete Wachs eine kontinuierliche Temperatur erhält, stellt man am besten ein Teelicht unter den Löffel mit Wachs oder eine alte kleine Kochplatte, dann aber mit einem Keramikgefäß für das Wachs.

  7. Beim Schneiden der Federkiele nimmt man möglichst eine kleine Schere, damit man kleine Symbole schneiden kann, die dann ein filigranes Muster ergeben.

  8. Die Eier sollte man nicht vorher ausblasen, sondern roh bemalen! Das hat gleich mehrere Vorteile. Das Ei hat roh mehr Gewicht, es liegt beim Bemalen gut in der Hand und da es eben roh ist, geht man vorsichtiger damit um. Im Färbebad dann geht es von allein unter und färbt schön gleichmäßig. Ein ausgeblasenes Ei hält man schlecht in der Hand, es besteht ja fast nur aus Luft und würde auf dem Färbebad schwimmen. Es müßte ständig gedreht werden, um gleichmäßig Farbe anzunehmen. Am aufwendigsten ist aber, das Loch wieder zu schließen, damit keine Farbe ins Ei läuft. Hat man dieses Loch erst mal gemacht und sitzt es nicht sauber am oberen und unteren Ende, muss man das gesamte Muster danach ausrichten.

  9. Zum Ausblasen nimmt man am besten ein Blasfix, das man im Handel kaufen kann. Dazu macht man am “dicken” Ende des Eis nur ein Loch und pumpt Luft in das Innere des Eis, wodurch dann durch die selbe Öffnung der Inhalt des Eis heraus gedrückt wird. Eine ziemlich saubere Sache.

  10. Zum Abwachsen kann man auch den eigenen Herd bei kleiner Temperatur nutzen, braucht allerdings ein Schale zum Auffangen des Wachses dafür. Dieser kann übrigens wiederverwendet werden, da es ja der Ausgangsrohstoff ist.

Traditionelle Muster und Formen sowie ihre Bedeutung finden Sie in den einschlägigen Büchern.  Nun los! Ich wünsche Ihnen ein gutes Auge, eine ruhige Hand und natürlich schöne Ostern bei Gesundheit und Sonnenschein.

Ihre Ute Henschel

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Jatšy 3